Champions for Climate Action: The NDC Partnership

14. November 2017 | COP 23 | Bonn, Deutschland

Ein Jahr nach ihrer Gründung hat die globale NDC-Partnerschaft auf der UN-Klimakonferenz COP23 ihr Bestehen gefeiert. Die NDC-Partnerschaft unterstützt Schwellen- und Entwicklungsländer dabei, die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens in nationale Klimapläne umzusetzen, sogenannte NDCs, Nationally Determined Contributions.

Zu der Veranstaltung in der Deutschen Welle, die gemeinsam vom Entwicklungspolitischen Forum der GIZ und dem Sekretariat der Partnerschaft durchgeführt wurde, waren neben rund 230 Gästen mehr als 30 Ministerinnen und Minister aus den Mitgliedsstaaten sowie hochrangige Vertreter internationaler Organisationen gekommen. Deutschland und Marokko hatten als Co-Chairs der NDC-Partnerschaft dazu gemeinsam eingeladen.

Achim Steiner, Leiter des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP), bezeichnete die NDC-Partnerschaft als zentralen Bestandteil des gemeinsamen Vorgehens gegen die Folgen des Klimawandels, „weltweit gibt es mehr als 800 Projekte“.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks betonte, dass gerade im Bereich Klima die Umwelt- und Entwicklungspolitik zusammengebracht werden müssten. Sie forderte, dass auch private Geber sich zunehmend in den Kampf gegen den Klimawandel einbringen müssen.

Dieser Forderung schloss sich der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Thomas Silberhorn, an. Silberhorn weiter: „Am meisten haben jene unter dem Klimawandel zu leiden, die sich am wenigsten wehren können. Deshalb unterstützen wir ganz besonders Entwicklungsländer, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht – zum Beispiel mit maßgeschneiderten Klima-Lösungen für jedes einzelne Land. Dafür bietet die NDC-Partnerschaft einen idealen Rahmen.“

Im Rahmen der NDC-Partnerschaft arbeiten Bundesumwelt- und das Entwicklungsministerium eng zusammen. Industrieländer und multilaterale Institutionen unterstützen Schwellen- und Entwicklungsländer dabei, ihre Klimabeiträge zu erreichen und mit ihren nationalen Entwicklungszielen in Einklang zu bringen. Hierfür bringen sie den Zugang zu entsprechender Finanzierung und technischer Unterstützung voran. Auch engagieren sich die Mitglieder im Wissens- und Erfahrungsaustausch über Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen.

Das BMZ stellt weitere 31 Millionen Euro für kurzfristige Unterstützung im Rahmen der NDC-Partnerschaft zur Verfügung, die über die Weltbank, UNDP, die GIZ und das Sekretariat der Partnerschaft umgesetzt werden, sagte Staatssekretär Silberhorn. Auch leistet das BMZ die Anschubfinanzierung für den NDC-Hub im Pazifik, zusammen unter anderem mit Großbritannien und Australien.

Die asiatische und die karibische Entwicklungsbank verkündeten auf der Veranstaltung ihren Beitritt zur NDC-Partnerschaft. Hilda Heine, die Präsidentin der Marshallinseln, betonte die Bedeutung der Partnerschaft für ihr Land, das auf existentielle Weise durch den Klimawandel bedroht ist. Der fidschianische Premierminister und COP23-Präsident Frank Bainimarama kündigte die Gründung einer regionalen Plattform zur NDC-Umsetzung im Pazifik („Regional Pacific NDC Hub“) im Rahmen der Partnerschaft an.

Bild oben: Foto: Jens Heine

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