“The future of work is about to start: let’s get ready!”

07./08. Mai 2018 | Workshop | Berlin, Deutschland

Auf Einladung von BMZ und Weltbank diskutierten Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft das Thema „Zukunft der Arbeit“ in Vorbereitung des World Development Reports 2019.

Die Diskussion zum Thema Zukunft der Arbeit ist allgegenwärtig. In Folge zunehmender Automatisierung und der Einbindung von künstlicher Intelligenz in Produktionsprozesse, verliert der Faktor Arbeit in vielen Bereichen vermeintlich an Bedeutung. Expertenschätzungen gehen davon aus, dass bis zu 70% aller gegenwärtigen Berufsbilder vollständig, oder zumindest teilweise, durch Automatisierung wegfallen könnten.

Der Weltentwicklungsbericht 2019 der Weltbank widmet sich den Fragen, welche Veränderungen Gesellschaften im Hinblick auf die künftige Arbeitswelt zu erwarten haben und welche politischen Entscheidungen nötig sind, um die sich ergebende Potentiale zu nutzen. Hierzu gab es am 7. und 8. Mai 2018 auf Einladung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Weltbank im Vorfeld des Berichts sehr intensive, teils kontroverse, aber in jedem Fall produktive Diskussionen. Der Workshop war die 20. Veranstaltung dieser Art, die das Entwicklungspolitische Forum der GIZ seit 1998 organisiert hat.

Im Mittelpunkt des Workshops standen die aktuellen Entwicklungen auf den internationalen Arbeitsmärkten, sowie die sich wandelnde Rolle des Produktionsfaktors Arbeit. Ein wichtiges Ergebnis der Veranstaltung war die zentrale Bedeutung der Humankapitalausstattung von Ländern im Hinblick auf die Anpassungsfähigkeit an die Bedarfe der Arbeitsmärkte der Zukunft. Hierzu wurde erstmalig der neue Human Capital Index der Weltbank vorgestellt. Weiterhin wurden die Implikationen des technologischen Wandels auf Unternehmertum, globale Wertschöpfungsketten und Arbeitsstandards diskutiert. Einig waren sich die Teilnehmer, dass ein koordiniertes Vorgehen zum Erhalt der Arbeitnehmerrechte sowie die Schaffung von Instrumenten der sozialen Sicherung mit Einbeziehung des informellen Sektors vorrangig sein sollten.

Die Qualität des Workshops profitierte von den diversen Teilnehmern. Vertreten waren Experten aus dem Bundesarbeitsministerium, dem Bundesinstitut für Berufsbildung, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, dem Weltwirtschaftsforum, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Die persönliche Teilnahme von Shanta Devarajan, dem amtierenden Chefökonomen der Weltbankgruppe unterstrich die Bedeutung der Konsultationen für die Weltbank.

Die in Berlin erarbeiteten Erkenntnisse werden in den Weltentwicklungsbericht 2019 „The Changing Nature of Work“ einfließen.

Bild oben: GIZ/Baller

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