BMZ unterstützt neue Globale Partnerschaft mit 110 Millionen Euro

14. November 2017 | COP 23 Presidency Event | Bonn, Deutschland

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), hat am 14. November im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Bonn gemeinsam mit Frank Bainimarama, Präsident der COP23 und Premierminister von Fidschi, der Weltbank sowie der Gruppe der V20 unter anderem eine Globale Partnerschaft für Klima- und Katastrophenversicherungen und Risikofinanzierung gestartet.

Zu der Veranstaltung in der „Bonn Zone“, die vom Entwicklungspolitischen Forum der GIZ im Auftrag des BMZ und in Kooperation mit dem UN-Sekretariat für das Klimarahmenabkommen (UNFCCC) durchgeführt wurde, waren rund 500 Teilnehmer/innen gekommen.

Premierminister Frank Bainimarama sagte in seiner Rede, dass Menschen, die durch ihren Wohlstand beschützt sind, sich schlecht die Nöte und Erfordernisse der Armen vorstellen könnten. Der Klimawandel bedrohe die bisher erzielten Erfolge in der weltweiten Entwicklung.

„Towards a resilient future: Frontiers of risk sharing“

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn ergänzte, „Entwicklungsländer leiden besonders stark unter den Folgen des Klimawandels, obwohl sie am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. In vielen Entwicklungsländern können Extremwetterereignisse ganze Existenzen bedrohen.“

Silberhorn hob den Nutzen hervor, den die neu gegründete Partnerschaft bedeute: „Mit der Partnerschaft bringen wir Vertreter der ärmsten und verwundbarsten Länder der Welt und die wirtschaftlich starke G20 erstmalig an einen Tisch. Gemeinsam können wir arme Menschen noch besser gegen die Auswirkungen des Klimawandels schützen.“

Allein in Bangladesch seien die Felder von 1,5 Millionen Bauern von den jüngsten Orkanen zerstört worden, weltweit machten die durch den Klimawandel verursachten Schäden rund 300 Milliarden Dollar aus, so Silberhorn. Die neue globale Partnerschaft baut auf der 2015 unter deutscher G7-Präsidentschaft in Elmau gegründeten InsuResilience-Initiative auf, die zum Ziel hat, bis 2020 zusätzliche 400 Millionen arme und besonders verletzbare Menschen gegen Klimarisiken in Entwicklungsländern zu versichern.

Ziel der neuen globalen Partnerschaft ist es zum einen, Regierungen in die Lage zu versetzen, schneller und gezielter nach einer Naturkatastrophe reagieren zu können und solide mögliche Folgekosten zu minimieren. Zum anderen sollen sie dabei unterstützt werden, sich besser auf die vom Klimawandel und von Naturkatastrophen ausgehenden Risiken vorzubereiten, indem beispielsweise Saatgutvorräte angelegt oder Notfallpläne erstellt werden.

Unterschiedlichste Vertreter aus Entwicklungs- und Industrieländern, internationalen Organisationen und Entwicklungsbanken, dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft entwickeln gemeinsam konkrete und praktikable Ansätze zur finanziellen Absicherung von Klima- und Naturkatastrophenrisiken. Innovative Versicherungs- und Finanzierungslösungen, die auf landesspezifische Bedürfnisse und Herausforderungen der besonders armen Bevölkerung zugeschnitten sind, sollen durch die Globale Partnerschaft entwickelt und umgesetzt werden.

Bild oben: Foto: Martin Magunia

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