Screenshot des WDR-Workshops

Data for Better Lives: Enablers and Safeguards

09.-10.06.2020 | Workshop | Online

Der Wert von Daten wird im Zuge der Digitalisierung immer deutlicher – nicht nur für die wissenschaftliche Auswertung und Analyse von gesellschaftlichen Entwicklungen, sondern auch im täglichen Leben der Menschen weltweit.

Rund 900 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität, 700 Millionen Menschen leben in extremer Armut. Welche Chancen bieten sich, ihre Lebensrealität durch die Nutzung der weltweit generierten Datenströme zu verbessern? Wie kann der Zugang zu öffentlich und durch Firmen gesammelten Daten gerecht und offen gestaltet werden? Wie können gleichzeitig negative wirtschaftliche Auswirkungen vermieden werden und der Schutz von Persönlichkeitsrechten garantiert werden?

Dazu diskutierten Expertinnen und Experten auf Einladung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Weltbank am 9. und 10. Juni in Vorbereitung des World Development Reports (“WDR”) 2021 „Data for Better Lives“. Der „WDR-Workshop“ wird seit 1997 vom Entwicklungspolitischen Forum der GIZ ausgerichtet und fand in diesem Jahr erstmals online statt. Die GIZ-Projekte “Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Digitalisierung”, “Digitalzentrum Tunesien” sowie die Gruppe “Digitale Gesellschaft” brachten ihre fachliche Expertise in die diesjährige Veranstaltung ein.

Die Diskussion am ersten Tag konzentrierte sich auf die Potenziale, die Daten für Entwicklung haben können, sowie auf nationale Datensysteme, von denen die Qualität der Daten abhängt. Wie können diese sowohl inklusiver als auch sicherer gestaltet werden? Am zweiten Tag wurden die rechtlichen, regulatorischen sowie wirtschaftspolitischen Herausforderungen besprochen. Im Mittelpunkt stand das Spannungsverhältnis von Maßnahmen zur Erleichterung der Nutzung von Daten und notwendigen Vorkehrungen zum Schutz vor deren Missbrauch.

Die mehr als 50 Teilnehmenden brachten die Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven aus Entwicklungsorganisationen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein. Eröffnet wurde der Workshop von Michael Krake, Leiter der Unterabteilung Wirtschaft, Handel, Beschäftigung und Digitalisierung im BMZ, Aart Kraay, dem amtierenden Chefökonomen der Weltbank, und Jürgen Zattler, dem deutschen Exekutivdirektor der Weltbankgruppe.

Die zahlreichen Impulse aus dem Workshop unterstützen das Weltbank-Team bei der weiteren Erstellung des Weltentwicklungsberichts. Bis zum 30. Juni nimmt das WDR-Team weitere Kommentare zu dem Konzeptentwurf online entgegen.

Bild am Seitenanfang: Screenshot des WDR-Workshops. Foto: Entwicklungspolitisches Forum

Digital Development Debates – Archiv

The Future of Labour Is Not Pre-Determined

Interview with Guy Ryder, Director-General of the International Labour Organization (ILO) on the situation of labour rights worldwide.

» more

Morocco’s Solar Bet

Morocco’s new solar power plants are expected to support 1.1 million people and hopes are high for a boost in job creation. Yet obstacles still remain.

» more

Women Entering Tech

The Organization ChunriChoupaal does not accept the male bias of the tech industry. Neither in Europe nor in Pakistan

» more

Europe’s Working Poor

In some parts of Europe, garment workers earn less than their Asian counterparts – even if they work for big brands

» more