Auftakt der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative im WorldCCBonn

ZukunftsTour macht Station in Bonn: „Globale Verantwortung – Junges Engagement“

30. Juni 2016 | Auftaktveranstaltung DAJ | BMZ, Bonn, Deutschland

Mehr als 1200 Gäste besuchten am 30. Juni die ZukunftsTour und die Auftaktveranstaltung der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn. Vereine und Initiativen aus ganz Nordrhein-Westfalen präsentierten ihre Ideen für eine nachhaltige Entwicklung.

„Schaut euch die Welt an, das wird euch verändern!“, rief Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, den rund 500 Jugendlichen zu, die in den alten Plenarsaal in Bonn gekommen waren. Insgesamt waren mehr als 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Veranstaltung ins WorldCCBonn gekommen.

Ministerpräsidentin Kraft berichtete, wie ihre Reisen ihre persönliche Sicht auf andere Kulturen, aber auch auf globale Zusammenhänge verändert und sie darin bekräftigt hätten, sich zu engagieren. Globale Partnerschaften als zentraler Bestandteil nachhaltiger Entwicklung standen dann auch im Vordergrund der Veranstaltung: nationale Probleme oder Krisen sind – und das ist die zentrale Aussage der Zukunftscharta des BMZ – auch die unseren, so die Botschaft von Hannelore Kraft. Bereits heute seien über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Gewalt, Hunger und einem Mangel an Perspektiven. Auch die Folgen des Klimawandels machen nicht an Landesgrenzen halt. Diesen Herausforderungen könne man sich nur gemeinsam erfolgreich stellen.

Ein besonderer Programmpunkt der Veranstaltung war der Auftakt der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative, die den Austausch zwischen deutschen und afrikanischen Jugendlichen fördert. Die Initiative war von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und der Vorsitzenden der Afrikanischen Union, Nkosazana Dlamini-Zumain im vergangenen Jahr 2015 angeregt worden, nun, ein Jahr später, ging es um die Umsetzung.

Neben Ministerpräsidentin Kraft und Bundesminister Müller nahmen Dr. Martial De-Paul Ikounga, Kommissar für Personalwesen, Wissenschaft und Technologie bei der Afrikanischen Union und zahlreiche afrikanische Diplomatinnen und Diplomaten teil.

Deutsche und afrikanische Jugendliche berichteten von ihren Austausch-Erfahrungen, die entscheidend dazu beigetragen hätten, Vorurteile abzubauen. Der aus dem Senegal stammende Vorstandsvorsitzende von DHL Freight, Amadou Diallo, begeisterte sich für die Initiative. Nur durch Austausch könnten starke Beziehungen entstehen, so Diallo.

Minister Müller hob hervor, wie wichtig jugendliches Engagement für die globale Zukunft sei: „Wir brauchen die Jugend, um die Zukunft zu gestalten – in Deutschland und in Afrika. Wenn wir nicht gemeinsam handeln, fahren wir die Welt bis 2030 an die Wand.“ Er sprach von einer Zukunft, in der afrikanische Wissenschaftler Nobelpreise verliehen bekommen und Austausch ganz selbstverständlich in beide Richtungen stattfindet. Kraft unterstützte ihn hierbei: „Die Jugend an sich ist neugierig. Wir müssen diese Offenheit erhalten und fördern.“

Bild oben: Auftakt der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative im WorldCCBonn. Foto: Engagement Global / Barbara Frommann

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