Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Kofi Annan. Foto: Thomas Ecke

15. International Economic Forum on Africa – Africa Beyond 2015

9. September 2015 | 15. International Economic Forum on Afric | Berlin, Deutschland

„Afrika jenseits von 2015 – wie wird es aussehen?“ – diese Frage stellte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller an den Anfang seiner Begrüßung zum 15. International Economic Forum on Africa, das am 9. September 2015 erstmals in Berlin stattfand. Hochrangige Entscheidungsträger aus Afrika sowie aus den OECD-Ländern und anderen Staaten, darunter der Präsident Ghanas, John Dramani Mahama, Bundespräsident a.D. Horst Köhler sowie Kofi Annan, Vorsitzender des „Africa Progress Panel“ und der Kofi-Annan-Stiftung, waren mit mehr als 500 Gästen zusammengekommen, um über die wirtschaftliche Entwicklung des afrikanischen Kontinents zu sprechen.

Das Africa Forum ist ein jährliches Treffen von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die sich mit Afrika befassen, es findet seit 15 Jahre statt. Es wird vom Entwicklungszentrum der OECD in Paris ausgerichtet, in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit dem BMZ, in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und der Kommission der Afrikanischen Union. Eine weitere Premiere ist, dass die Veranstaltung in Deutschland stattgefunden hat. Die Veranstaltung wurde im Auftrag des BMZ vom Entwicklungspolitischen Forum der GIZ durchgeführt.

In drei hochrangig besetzten Panels wurde über die Themen Entwicklungsagenda Afrikas über 2015 hinaus, Klimawandel und Transformation der Landwirtschaft sowie Regionale Entwicklung diskutiert. Minister Müller betonte, dass der G7-Gipfel in Elmau den großen Stellenwert Afrikas deutlich gemacht habe. Dort wurden Initiativen vereinbart zu Ernährungssicherung, Klimaschutz, Rohstoffen und zu erneuerbaren Energien. Schließlich werde eine Ausbildungsinitiative gestartet, die vor allem auf Frauen und Mädchen abzielt. Müller: „Die Gipfelerklärung von Elmau zeigt: So viel Afrika war bei G7 selten.“

Horst Köhler gab einen Ausblick auf die anstehenden Verhandlungen der Vereinten Nationen über die SDG. Köhler hob hervor, dass ein großer Erfolg des Entwurfs darin liege, die Beseitigung der extremen Armut bis 2030 als erreichbares Ziel formuliert werde. Köhler: „Wir haben das Wissen, die Technologie und den Wohlstand, der erforderlich ist, um die extreme Armut zu beenden.“ Als zweite wichtige Übereinkunft der Staatengemeinschaft bezeichnete Köhler, dass mit der Beseitigung der Armut der Schutz des Planeten einhergehen solle.

In seiner Keynote nahm der Präsident der Republik Ghana, John Dramani Mahama, Bezug auf die Flüchtlingssituation und die aktuellen Bilder in den Medien. Er appellierte an die Führer der Staatengemeinschaft, sich für Humanität und Zusammenarbeit stark zu machen, und bedankte sich ausdrücklich für die Bereitschaft Deutschlands, eine große Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen.

Kofi Annan sagte, für die Zukunft des afrikanischen Kontinents sei es maßgeblich, dass umfassend in erneuerbare Energien und in die Landwirtschaft investiert werde. Von großer Bedeutung sei auch, dass bei der anstehenden UN-Klimakonferenz in Paris Fortschritte erzielt würden. Annan hob dabei auch die Rolle Deutschlands hervor, das als wichtiger Partner die afrikanischen Staaten im Bereich der Umwelt-Technologie unterstütze.

Das Schlusswort hatte Kadré Désiré Ouédraogo, Präsident der Kommission der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS). Er äußerte die Hoffnung, dass bis zum Jahr 2063 – dem Ziel-Jahr der gleichnamigen Agenda – die afrikanischen Staaten zu den wirtschaftlich erfolgreichen zählen werde, mit einem Bruttonationaleinkommen, das den Anteil Afrikas an der Weltbevölkerung widerspiegelt. Ouédraogo sprach die Hoffnung aus, dass die Geberländer die afrikanischen Staaten weiterhin unterstützen mögen.

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